Berichte 2007
20 Jahre KV (Rollo)

Am Sonntag, den 28.1.07 hatte die Klassenvereinigung unter Präsie Norbert zum offiziellen Empfang geladen. Ca. 60 Mitglieder und Familienangehörige inkl. Nachwuchs hatten die Einladung angenommen, und sich in dem frisch renovierten Vereinshaus des HSC an der Alster eingefunden.

Nach dem üblichen Smalltalk übernahm Norbert das Kommando, und hielt seine Begrüßungsrede. Er zeigte sich hoch erfreut über die Entwicklung der Mitgliederzahlen in den letzten Jahren. Die J24-KV wächst stetig, und auch der Nachwuchs ist in Form von diversen neuen Clubschiffen, und Seglern mit einem Alter deutlich unter der 30 Jahre Grenze, vertreten.

Herr Masch, worauf ist ihrer Meinung nach, die erfreuliche Entwicklung der Mitgliederzahlen zurück zu führen?

Masch: Die konstant gute Arbeit in den Gremien Vorsitz, Technik und Presse trägt Früchte. Die J/24 hat sich als Einheitsklasse in Deutschland durchgesetzt, und wir sind auf den Regattabahnen mit großen Feldern präsent. Das haben viele interessierte Segler bemerkt, und sich unserer Klasse angeschlossen. Ebenso sehen viele Vereine das Potential, was in der J/24 steckt, und es gibt immer mehr Vereinsschiffe, so dass die KV insgesamt nicht zu überaltern droht.

Wie viele Clubschiffe gibt es aktuell?

Masch: Es finden sich 13 Clubschiffe auf den Regattabahnen ein. Und aus gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass wir wohl noch in diesem Jahr mit zwei weiteren Schiffen rechnen können.

Was sind ihre Erwartungen, Wünsche und Ziele für die Saison 2007?

Masch: Ich erwarte, dass wir als Klasse weiterhin so stark auftreten wie bisher. Die EURO in Neustadt wirft ihre Schatten voraus. Dieses Event wollen wir für all unsere Gäste zu einer unvergessenen Regatta machen. Ich wünsche mir weiterhin so gute Arbeit in der KV, und freue mich, alle J Segler wieder auf den Regatten begrüßen zu dürfen.

 

Danach bat Norbert unseren Manni König nach vorn. Dieser ließ seine Blicke in die Vergangenheit schweifen, und berichtete von seinen Anfängen mit der J24.

Herr König, Sie werden als das Urgestein der KV gesehen, als heimlicher Kommodore. Wie kommt es dazu?

König (leicht errötend): Urgestein, ok. Aber Kommodore…den Titel möchte ich mir nicht anmaßen. Ich segele J/24 seit 1980. Damals, vor Cowes, habe ich mich unsterblich in dieses wunderschöne Schiff verliebt. Seit 1982 gibt es die „Vitesse“. Und was liegt näher, als mit eigenem Schiff und ein paar gleich Gesinnten, dann auch noch eine KV zu gründen…?

Ah, ein Gründungsmitglied. Was hat sich denn im Laufe der Jahre in der KV geändert?

König (die Souveränität wieder gefunden): Im Grunde recht wenig. Die J/24 ist noch immer die gleiche, schnelle One Design Class wie vor fast 30 Jahren.

Besteht da nicht die Gefahr von Langeweile?

König: Davon kann gar keine Rede sein. Da die Klasse, zwar langsam, aber kontinuierlich wächst, und sich dadurch die Felder merklich vergrößern, macht es immer mehr Spaß, auf der J/24 Regatten zu segeln.

Worin besteht Ihrer Meinung nach die Stärke der Klasse?

König: Die J/24 hat viele Stärken:  Sicherheit einer seegängigen und trotzdem schnellen und jollenartigen Yacht. Bestes Ausbildungsboot da bei bis zu 6 Seglerinnen/Seglern immer 2 Newcomer den Weg zum Segelsport finden können. Wertbeständigkeit durch ein strikt durchgesetztes One Design.

Und jetzt zur Klasse: Die Klasse ist Klasse! - Nette und dem Alter nach gemischte Segler - Prima Zusammenhalt und gute Partys - Vorbildliche Präsidentschaft mit einem fleißigen Vorstand !

 

Motiviert von dem Vortrag des Manfred König, ließ es sich Henning Otto Baur nicht nehmen, ebenfalls vor die versammelte Truppe zu treten, und seine Erinnerungen und Wünsche zu äußern.

Herr Baur, seit wann sind Sie mit der J/24 dabei?

Baur (gewohnt lässig): J/24 segele ich seit 1987. Das müsste auch in etwa meinem Eintritt in die KV gleich kommen.

Worin besteht denn Ihre Motivation, immer noch weiter zu machen?

Baur: Das schöne an der J/24 ist doch, dass man ohne große Materialschlachten veranstalten zu müssen, in den großen Feldern auf den Regatten immer mitsegeln kann. Das Leistungsniveau bewegt sich auf einem hohen Level, trotzdem gibt es auf der Bahn einen super Zusammenhalt unter den netten J/24 Seglern.

Ein Blick in die Zukunft. Was wäre Ihr Wunsch für die nächsten 20 Jahre?

Baur: Dass die Führung der KV ihr tolles Engagement zur Etablierung der Klasse weiterhin fortsetzt. Und „back to the roots“: dass wir wieder mehr Engagement auf der Elbe erleben dürfen, wo die Klasse eigentlich ihre Geburtsstätte hat.

 

Nach den Vorträgen der Offiziellen wurde die Gemeinde wieder in die allgemeine Segel Dröhnerei entlassen. Es gab noch das eine oder andere Gläschen Sekt, Bier, Sonstiges, und gegen frühen Nachmittag entließ unser Vize, Peter Langhans, die Versammlung nach Hause.

 

Vielen Dank für diese Veranstaltung. Ein gelungenes Stelldichein, was die Vorfreude auf die kommende Saison gesteigert hat.

Auf ein baldiges Wiedersehen freut sich:


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