Vom 19.-26.9. fand die diesjährige J24 European Championship auf dem Plattensee in Balatonfüred statt. 35 Teams aus 7 Nationen waren angetreten, den Titel zu erringen. Dabei stellten die Ungarn (19 Teilnehmer) und die Deutschen (8 Teilnehmer) das größte Kontingent. Des Weiteren waren viele europäische Spitzenteams im Teilnehmerfeld vertreten.
Die ersten drei Wettfahrttage wurden von sehr leichten, teils stark drehenden Winden beherrscht. Die Wettfahrtleitung schaffte es lediglich drei Wettfahrten durchzuführen. Am besten kamen mit diesen trickreichen Bedingungen die Teams SEGLERSHOP und ROTOMAN aus Hamburg zurecht, die somit die Wertung dann anführten.
Tag vier brachte dann die erhofften stetigen Winde, und es wurden drei weitere Wettfahrten gesegelt. Dabei stach ganz besonders der Italiener Diamanti Pietro hervor, der die besten Ergebnisse einfahren konnte, und sich an die Spitze des Feldes schob.
Showdown am letzten Wettfahrttag. Die Spitze des Feldes war mit vier Teams besetzt, von denen jedes noch Siegchancen hatte. Team SEGLERSHOP zeigte die beste Performance und konnte sich mit den Plätzen 1-2-1 letztlich den Titel vor Team ROTOMAN und Diamanti Pietro sichern.
Eine historische Leistung, denn es hat in der Geschichte der J24 noch keinen deutschen Triumph bei einer Europameisterschaft gegeben. Mit dem zweiten Platz konnte Team ROTOMAN das gute Gesamtergebnis der deutschen Teilnehmer abrunden.
Zum vierten Mal haben die Hamburg Messe mit der hanseboot und der SVG Verlag mit der Segler-Zeitung die drei „Vereine des Jahres“ für deren herausragende Aktivitäten ausgezeichnet
Der Mühlenberger Segel-Club Hamburg, der Motorwassersportclub Birkenwerder und der Wassersport-Verein Hemelingen in Bremen sind nach dem Urteil der Jury die drei „Vereine des Jahres 2004“. Dietmar Aulich, Geschäftsführer der Hamburg Messe, Hermann Hell, SVG-Verlagschef und Burkhard Kähler, Präsident des Deutschen Boots- und Schiffbauer-Verbandes, überreichten die Preise während der offiziellen Eröffnungsfeier der hanseboot am Freitagabend, 22. Oktober, im festlich geschmückten Museum für Hamburgische Geschichte. Unterstützt wird der Wettbewerb vom Deutschen Segler-Verband und dem Deutschen Motoryachtverband.
Der 1. Platz und damit ein Preisgeld von 1500 Euro ging an den Hamburger Verein Mühlenberger Segel-Club (MSC). Der Jury gefiel besonders die erfolgreiche Jugendarbeit des 930 Mitglieder starken Clubs, dessen Revier die Elbe ist. Bei der Weltmeisterschaft der Optimisten auf Gran Canaria im vergangenen Jahr kamen zwei Teilnehmer aus der Jugendabteilung des MSC, womit zum ersten Mal überhaupt Hamburger Kinder an einer Optimisten-WM teilnahmen. Eine Damencrew war mit dem Clubboot, einer J-24, im vergangenen Jahr erfolgreich bei der Europameisterschaft Italien und der Weltmeisterschaft in Holland, wo die Besatzung als beste weibliche Crew abschnitt. Die kleinen, regattatauglichen J-24-Yachten sollen verhindern, dass die Jugend nach dem Kutter- bzw. Jollensegeln aus dem Verein abwandert. Den Jugendlichen stehen außerdem Piraten, Laser und 420er zur Verfügung. In Zusammenarbeit mit Hamburger Schulen wird am Pilotprojekt „Segeln als dritte Sportstunde“ gearbeitet. Seit dem vergangenen Jahr können beim MSC nun auch die Eltern Segeln lernen; speziell für Mütter gibt es Vormittags-Kurse.
Insgesamt hatten sich bei dem diesjährigen Wettbewerb um die „Vereine des Jahres“ 84 Wassersport-Vereine (2003: 69, 2002: 52, 2001: 26) aus ganz Deutschland beworben. Die bisherigen Preisträger waren:
| 2001: |
1. YCZ Yachting Club Zittau 2. SK Bayer Uerdingen 3. Flensburger SC |
| 2002: |
1. Kieler Yacht-Club 2. Wassersportverein Buckau-Fermersleben Magdeburg 3. Wiesbadener Yacht-Club |
| 2003: |
1. Norddeutscher Regatta-Verein 2. Motor-Yacht-Club Neuwied 3. Yachtclub Wismar |
Hafenblick August 2004: Sechs Frauen in einem Boot (von Nico Stankewitz)
Ihr Trainingsrevier ist eigenlich die Elbe. Doch inzwischen segeln sechs junge Frauen aus dem Mühlenberger Segel Club in Blankenese auf internationalen Gewässern bei Welt- under Europameisterschaften der vorwiegend männlichen Konkurrenz davon.
Eine reine Frauencrew ist der Männerdomäne des Regattasegelns immer noch etwas Besonderes die sechs Mädels von ,,Antigen" haben damit aber wenig Probleme:"Früher wurden wir belächelt aber inzwischen kennt man uns", sagt Steuerfrau Kirsten Harmstorf, die diese ,,Man"schaft vor elf Jahren gegründete. Im Heimatverein der Crew, dem Mühlenberger Segel-Club inm Blankenese, war ein Boot der J24 frei geworden, das der Segel-Club den Segelerinnen zur Verfügung stellen wollte. Völlig ohne Erfahrung in dieser Klasse suchte Kristen sich fünf andere ...
Auszüge aus den Presseberichten zur Euro 2001
Bemerkenswerte Klasse
Den außergewöhnlichsten Auftritt hatte in diesem Jahr die J/24-Klasse. Mit der Zelebrierung ihrer Tagessieger á la Formel-1, Champagner-Dusche eingeschlossen, diversen Einlagen und internationalen teamkämpfen waren die Crews der 5-Mann-Boote die Attraktion im Seglerzelt. Doch bei allem Unterhaltungwert an Land geriet auch der sportliche Wettstreitder internationalen Einheitsklasse auf See zu einem außerordentlichen Ereignis. (...)
Bahn frei für die Jardine-Twins
Vierter Platz bei der J/24 German Open, bei der EM nach fünf Wettfahrten auf Rang 8: Die Jardine-Twins segeln ganz vorn. Doch auch ohne diese Erfolge wäre Adrian und Stuart Jardine aus England ein Sonderstatus bei der Travemünder Woche sicher: Die 67-jährigen Zwillingsbrüder gehören zu den ältesten Aktiven. (...)

