Folgende Vereine praktizieren teilweise seit 1989 mit einer J24:
MSC , BSC, OSG (jew. 2 Boote), SVWS, ASC, ESV und der SBV, also
insgesamt 10 Vereinsboote.
Vorteil: Durch die Stammbesatzung von 5 Personen braucht für die
gesamte Saison ca. 8-10 Personen, die aus der Jolle kommen.
Kosten: Der Einsatz finanzielle Mittel pro segelnde Personen ist
niedrig, und sofern das Boot in Ordnung ist, sind die
Erhaltungsaufwendungen niedrig. Die großen Meldegelder
(Kieler Woche/German Open usw) tragen meist die Vereine.
Ansonsten gibt es meist eine Bordkasse, (z.B Einzahlung von 15 €
pro segelndes Crewmitglied per Regatta) , von der dann kleine
Anschaffungen, Kranen und Meldegelder bezahlt werden.
Beim Preis für ein Gebrauchtboot zwischen 5.000 € 10.000 € zeigt sich für einen Verein eine Alternative, da ein Pirat gebraucht etwa dasselbe kostet, aber bei der J24 5 Personen segeln können! Das Alter für Mitsegler der Vereins J24 ist meistens an das Bafög Gesetz geknüpft.(bis zum 30. Lebensjahr).
Es gibt einen Verantwortlichen für dieses Boot im Verein (meist der Stm) Der kümmert sich um die Mannschaft, die Vorbereitung der Winterarbeit, Materialneuanschaffungen, Meldungen der Regatten, Zusammenstellung der Crew und ist Ansprechpartner für den Jugendobmann aus dem Verein.
Einmal, meist nach der abgelaufenen Saison, trifft sich die komplette Crew mit dem Jugendobmann, um die nächste Saison und die Zusammenarbeit zu erläutern.
Die absolute Kernmannschaft (meist 5-7 Personen) zahlen an den Jugendobmann jährlich eine Bootsbenutzungsgebühr. Hierdurch sind die Segler natürlich an das Boot gebunden und können nicht „mal eben“, sondern man muß sich entscheiden und das kostet Geld.
Vom Januar bis März richtet die gesamte Crew unter Anleitung des J24 Obmannes das Boot für die neue Saison her. Nur wer auch an der Bootsarbeit teilnimmt, findet sich natürlich auf den Regatten an Bord wieder! So lernt man auch sich für etwas zu entscheiden , an einem Projekt mitzuwirken und sich einzubringen.
Ausbildungseffekt für den Verein: Die Mannschaftsmitglieder lernen absolute Teamfähigkeit, Kommunikation, handwerkliche Reparaturen, und gerade für die Entwicklung von jungen Leuten ist dies alles auch im späteren Beruf gut zu gebrauchen! Diese „Schlüsselqualifikationen“ stellen ein gutes Rüstzeug für die Entwicklung von jungen Leuten dar.
Weitere Ausbildungsfelder sind Seemannschaft, Segeltrimm und Taktik während der Wettfahrten sowie Navigation bei Segeltouren. Ziele bei den Ausbildungstouren der Vereins J24 waren zum Beispiel Helgoland, Rund Fünen, allg. dänische Südsee.
Die Teilnahme an internationalen Regatten wie auch Europameisterschaften von Italien bis nach Schweden spiegeln die verschiedenen Nationen wieder.
Das gesamte Projekt steht und fällt, mit dem J24 Obmann, an den erhebliche Anforderungen gestellt werden, der natürlich die materielle und personelle Verantwortung hat!
Abschließend kann man sagen, das die Klasse wie auch die Klassenvereinigung Trainingslager veranstaltet und den Neueinsteigern/Vereinen Hilfestellung bietet, da so ein großes Boot Neuland für viele Jollensegler/Trainer ist, der Transport des Bootes und die Organisation einige Anforderungen an die Mannschaft stellt.


